WaReIp

Water-Reuse in Industrieparks

Kurzbeschreibung:

Mit den Ergebnissen des Forschungsprojekts WaReIp sollen in einem Industriepark bzw. in einem Industriebetrieb mit verschiedenen Teilbereichen (Produktionslinien) Produktionsabwässer aber auch Sanitär- und Küchenabwässer zukünftig über kaskadenartig angeordnete Stufen nur in demjenigen Umfang aufbereitet werden, wie Brauchwasser einer bestimmten Qualität in einer anderen Produktionsanlage benötigt wird. Hierzu werden Möglichkeiten zur Abwasseraufbereitung und des Stoffstrommanagements entwickelt und so miteinander kombiniert, dass mit geringem Ressourcen- und Kostenaufwand ein möglichst hoher Nutzungsgrad erreicht werden kann.

Durch diesen Ansatz entfällt zwar nicht der Aufbereitungsbedarf zu höheren Wasserqualitäten bzw. der Einsatz von Trink-/Grundwasser, es wird jedoch die Menge des dem Industriepark zuzuführenden Trink-/Grundwassers reduziert. Gleichzeitig verringern sich die Kosten des Betreibers einer Produktionsanlage für die Wasserbereitstellung und Abwasserbehandlung wodurch wiederum die Umsetzungsbreite verbessert wird.

Neben der Bewirtschaftung der Wasserströme bietet der Ansatz das Potenzial Produktionsrohstoffe aus Abwässern (z.B. Tenside und Proteine) ebenfalls gezielt zurückzugewinnen, um so die externe Versorgung (z.B. Transportaufwand) mit solchen Rohstoffen und den Behandlungsaufwand des Abwassers in nachgeschalteten Stufen weiter zu reduzieren.

Hierzu werden sowohl ein System der Entscheidungsunterstützung auf Basis einer Mehrzieloptimierung sowie neue Lösungsansätze zur Abwasserreinigung in Industrieparks entwickelt, die bei einer Wiederverwendung von großem Interesse sind. Zu letzteren gehören der Einsatz von Salz zur Verbesserung der Belüftung, die Reduzierung von Salzen (Entsalzung) sowie der Abbau bzw. die Elimination von refraktärem CSB. Die Entscheidungsinstrumente gliedern sich in die Bereiche: Auswahlmethoden, neue Abwasserbehandlungstechniken, neue Infrastrukturtechnik und Umsetzungsmethoden. In die Auswahl von Verfahren und Maßnahmen werden sozioökonomische Aspekte sowie die Ökobilanzierung integriert.

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