WaKap

Modulares Konzept zur nachhaltigen Wasserentsalzung mittels Kapazitiver Entionisierung am Beispiel Vietnam

Kurzbeschreibung:

Bis vor wenigen Jahren galten viele Länder in Südostasien wie beispielsweise Myanmar, Kambodscha und Vietnam als Länder ohne signifikante Wasserprobleme. Die Wasserversorgung dieser Länder ist jedoch durch stark ansteigende Bevölkerungszahlen und den Klimawandel bedroht.

Durch das Eindringen von Meerwasser in viele küstennahe Regionen, weist das Grundwasser dort einen hohen Salzgehalt auf. Bis 2050 wird der Meeresspiegel noch deutlich ansteigen, was die weitere Versalzung des Grundwassers insbesondere während der Trockenzeiten beschleunigt. Zudem weisen viele Grundwasserquellen in Vietnam hohe Arsen-Konzentrationen auf – eine sehr giftige Substanz, die in Vietnam und vielen anderen asiatischen Ländern aus dem natürlichen Sedimentgestein ausgewaschen wird. Dies hat eine starke Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung. Weiterhin spielten und spielen für die wirtschaftliche Entwicklung Vietnams Wasserressourcen eine wichtige Rolle und werden als bedeutender Faktor in der sozioökonomischen Entwicklung des Landes betrachtet.

Zur Entwicklung innovativer Lösungen startete im September 2016 das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt WaKap.

Da die Verhältnisse in Vietnam für viele Länder in Südostasien als repräsentativ angesehen werden können, wird das Projekt am Beispiel Vietnam durchgeführt.

Ziel:

Das Ziel dabei ist die Entwicklung eines innovativen modularen Systems zur Entsalzung von Grund-, Meer- und Brackwasser sowie der Aufbau einer Pilotanlage in Vietnam.

Arbeitsschwerpunkte:

Durch die Kombination von Kapazitiver Entionisierung (Capacitive Deionisation, CDI) und Umkehrosmose (UO) soll im Vergleich zu bestehenden Entsalzungsverfahren der Energieverbrauch deutlich reduziert und die Trinkwasserausbeute erhöht werden. Für arsenhaltiges Grundwasser ist zuvor eine In-situ-Behandlung auf Basis einer unterirdischen Enteisenung und Entmanganung vorgesehen, um die für die CDI-Behandlung problematischen Stoffe weitestgehend zu entfernen.

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